Lyme-Borreliose
Diagnose
PCR-Diagnose kann das Erbgut des
Erregers nachweisen
Die Diagnose der Lyme-Borreliose kann schwierig sein, da die Krankheit oft schleichend verläuft. Viele Zeckenbisse werden gar nicht bemerkt, die charakteristische Wanderröte tritt nur im Anfangsstadium und auch nur in der Hälfte der Fälle auf. Meistens wird die Diagnose einer Lyme-Borreliose über die Antikörper, die das Immunsystem gegen die Erreger gebildet hat und die sich im Blut befinden, bestätigt.. Um auszuschließen, dass der erste Test eine Infektion anzeigt, wenn keine vorliegt, wird bei einer positiven Reaktion zur Bestätigung ein Immunoblot-Test durchgeführt. Dieser Test überprüft nun das Vorhandensein von Bakterienteilen im Blut. Wenn er negativ ist, empfiehlt es sich, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf eine Lyme-Borreliose zu testen. Gerade in den ersten Wochen nach der Ansteckung hat der Körper oft noch nicht genügend Antikörper gebildet, um diese sicher nachweisen zu können.
Fällt der Test auf Antikörper negativ aus, obwohl aufgrund der Symptome die Diagnose Lyme-Borreliose naheliegt, kann der Erreger unter Umständen auch direkt nachgewiesen werden. In diesem Fall ist eine Blutprobe aber nicht geeignet. Weisen die Symptome auf eine Neuroborreliose hin, entnimmt der Arzt etwas sog. Hirnwasser (Liquor) aus dem Kanal um das Rückenmark. Liegen auffällige Hautveränderungen vor, wird durch eine Biopsie eine Gewebeprobe genommen.
Ein Erregernachweis allein reicht allerdings nicht aus, um die Diagnose Lyme-Borreliose zu stellen, da nicht jede Infektion auch zur Erkrankung führt. Außerdem könnten nachgewiesene Antikörper auch von einer früheren Infektion stammen. Die Diagnose wird im Normalfall also aus einer Kombination der Symptome und der Tests gestellt.